Bergbaufolgelandschaft im Landkreis
Merseburg-Querfurt

Die Bergbaufolgelandschaft ist im Landkreis Merseburg-Querfurt im Geiseltal zu finden.

In der Bergbaufolgelandschaft Geiseltal herrscht eine große Artenvielfalt. 240 der 260 im Landkreis nachgewiesenen Vogelarten kommen in dieser Landschaft vor. Es brüten dort Vogelarten, wie unter anderem: Kormoran, Graugans, Uhu und Bienenfresser. Die renaturierte Landschaft ist ein regional bedeutendes Rast-, Durchzugs- und Nahrungsgebiet für z.B.: ca. 230 Höckerschwäne, 26000 Saatgänse und 1000 Silbermöwen.

Ebenfalls gibt es dort eine bemerkenswerte Pflanzen- und Insektenwelt. Es wachsen Pflanzen wie die Ackerspatzenzunge und die Stumpfkopfige Hundsranke. Im Geiseltal ist deren einziger bekannte Standort in Sachsen-Anhalt. Es fliegen über 120 Wildbienenarten, wovon die Hälfte auf der Roten Liste zu finden ist. Es leben dort 30 Libellenarten. Lurche und Kriechtiere finden in der Bergbaufolgelandschaft Geiseltal einen Platz zum Laichen.

Die Erhaltung und der Schutz dieser Landschaft ist eine Möglichkeit die Artenvielfalt zu erhalten. Das Geiseltal wird trotz allem nicht als Vogelschutzgebiet genutzt (Petra Wozny, Absage für Gans und Brachpieper, MZ-Mitteldeutsche Zeitung, 17.09.2003).

(Udo Schwarz, 08.10.2004) Schließen