Verschiedene Anträge des NABU ermöglichen die Sicherung einiger Naturschutzgebiete des Landkreises.
So wurden die Gebiete Elster-Aue bei Ermlitz und Luppe-Aue bei Horburg und Zweimen nach jahrelanger Erfassungs-
tätigkeit unserer Mitglieder als Naturschutzgebiete ausgewiesen.

Die Auwälder zählen zu den schönsten und größten Laubwäldern im östlichen Teil des Landkreises. Sie stellen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten dar. Als Brutvögel müssen Wespenbussard, Rot- und Schwarzmilan und insbesondere der Mittelspecht herausgestellt werden. Der Mittelspecht bewohnt die Alteichen, die im Auewald vorkommen. Er ist an diesen Lebensraum gebunden. Die Wälder, zahlreiche Tümpel und Feuchtsenken weisen einen großen Laubfroschbestand auf, dessen laute Chöre die Frühjahrs-
nächte der Aue prägen.

Dank der Arbeit des NABU Kreisverbandes konnten zahlreiche Schutzgebiete von gesamteuropäischer Bedeutung im Landkreis ausgewiesen werden. Dazu zählen die Hartholzauwälder der Fasanerie oder bei Luppenau, das Kollenbeyer und Döllnitzer Holz oder die Auwälder bei Dölkau-Horburg und Ermlitz. Die gesamte Saale-Elster-Aue ist zudem ein Europäisches Vogelschutzgebiet, in welchem Wachtelkönig, Weißstorch, Rot- und Schwarzmilan in bemerkenswerter Zahl siedeln.

Wichtige Teile der Bergbaufolgelandschaft Geiseltal mit der Innenkippe, künftigen Flachwasserzonen, der Halde Klobikau und Blösien wurden kürzlich als NSG ausgewiesen und somit unter strengen Naturschutz gestellt. Zuvor war das gesamte Geiseltal bereist als Important Bird Area (IBA) vom NABU ausgewiesen worden, denn die hier festgestellten großen Bestände von Saat- und Blässgans, Großer Rohrdommel, Blaukehlchen und Brachpieper sind von europäischer Bedeutung. Dieser Schutzstatus bewahrt das Geiseltal künftig vor vogelunfreundlichen Nutzungen, wie starkem Motorbootverkehr oder übermäßigem Uferverbau.

(Bild: Martin Schulze; Auewald)