Mit einer eigens erstellten Sonderbeilage hat der NABU Sachsen-Anhalt die Themen Natur-, Arten- und Klimaschutz in den Fokus der Landtagswahl gerückt. Die Publikation zeigt eindrucksvoll, welchen Wert die vielfältigen Landschaften unseres Bundeslandes besitzen und welche politischen Entscheidungen für ihren langfristigen Schutz notwendig sind.
Ein zentraler Bestandteil der Beilage sind die Wahlprüfsteine des NABU Sachsen-Anhalt. Dazu wurden die Parteien zu wichtigen naturschutzpolitischen Themen befragt und ihre Antworten ausgewertet. Die Ergebnisse bieten Interessierten eine hilfreiche Orientierung darüber, welche Bedeutung die einzelnen Parteien dem Schutz von Natur und Umwelt beimessen.
Darüber hinaus stellt die Beilage die vielfältigen Möglichkeiten vor, sich aktiv im Naturschutz zu engagieren. Zahlreiche NABU-Gruppen im Land zeigen mit ihren Projekten und Aktionen, wie Naturschutz vor Ort erfolgreich umgesetzt werden kann.
Die vollständigen Wahlprüfsteine, zusätzliche Hintergrundinformationen und eine interaktive Auswertung finden Sie auf der Internetseite des NABU Sachsen-Anhalt unter:
https://sachsen-anhalt.nabu.de/wahlpruefsteine
Auch wir als NABU-Gruppe Merseburg setzen uns für den Schutz und die Entwicklung wertvoller Lebensräume in unserer Region ein und freuen uns über alle, die sich gemeinsam mit uns für die Natur engagieren möchten.
Am Samstag, den 30. Mai 2026, lud der NABU im Rahmen des Langen Tages der Stadtnatur zu einer abendlichen Amphibien- und Vogel-Exkursion in die Auenlandschaft von Halle-Osendorf ein. Insgesamt 25 naturinteressierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung und erkundeten gemeinsam die vielfältigen Lebensräume entlang der Aue.
Bereits zu Beginn der Exkursion konnten zahlreiche Vogelstimmen wahrgenommen werden. Besonders erfreulich war die Verhöhrung von gleich drei Wachtelkönigen – einer Art, die in Deutschland nur noch selten vorkommt und auf naturnahe Feuchtwiesen angewiesen ist. Darüber hinaus gelangen Nachweise von Schwirlen sowie die Beobachtung von zwei Eulen, die in der einsetzenden Dämmerung aktiv wurden.
Auch die Amphibienwelt zeigte sich von ihrer besten Seite. Neben mehreren Laubfröschen konnten Molche in ihren Gewässerlebensräumen entdeckt werden. Martin Schulze erläuterte dabei die besonderen Ansprüche dieser Arten an ihre Lebensräume und die Bedeutung der Auenlandschaft für den Erhalt der biologischen Vielfalt.
Für einen stimmungsvollen Abschluss sorgte der Vollmond, der gegen 23 Uhr über der Landschaft aufging und die Aue in ein besonderes Licht tauchte. So endete die Exkursion nach rund zweieinhalb Stunden mit vielen spannenden Naturbeobachtungen und interessanten Gesprächen.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für das große Interesse und freuen uns auf weitere gemeinsame Naturerlebnisse.
Text: Annett Kußmann / NABU
Fotos: Martin Schulze / NABU
Bei bestem Frühlingswetter konnte der NABU zahlreiche Gäste zum diesjährigen Apfelblütenfest begrüßen. Viele Familien, Naturfreunde und Interessierte nutzten die Gelegenheit, gemeinsam einen abwechslungsreichen Tag in schöner Atmosphäre zu verbringen.
Ein besonderer Höhepunkt war erneut die Mitmachaktion zum Bau und Bemalen von Nistkästen. Mit viel Begeisterung und Kreativität entstanden zahlreiche individuell gestaltete Nistkästen, die künftig heimischen Vogelarten ein neues Zuhause bieten sollen. Vor allem die jungen Besucherinnen und Besucher hatten großen Spaß daran, selbst aktiv zu werden und dabei mehr über den Schutz unserer heimischen Natur zu erfahren.
Neben den verschiedenen Aktionen bot das Fest viele Möglichkeiten zum Austausch über Natur- und Umweltschutz sowie die Arbeit des NABU. Die positive Resonanz und die große Beteiligung haben gezeigt, wie wichtig gemeinsame Veranstaltungen dieser Art für die Region sind.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Helferinnen und Helfern sowie bei allen Gästen für das gelungene Fest und freuen uns bereits auf das nächste Apfelblütenfest.
Fotos: Siglinde Müller / NABU
Text: Annett Kußmann
Am Samstag vor Ostern wurde es im Mehrgenerationenhaus in Merseburg bunt und kreativ. Neun Erwachsene und fünf Kindern trafen sich, um gemeinsam Ostereier mit Naturfarben zu färben.
Zunächst begannen wir im Garten schöne Blüten und Blätter zu sammeln. Diese fixierten wir mit etwas Geschick und Verbandsmaterial um die Eier. Im Anschluss wurden die so verpackten Eier mit roten Zwiebelschalen oder Kurkuma gekocht. Die Stellen mit den Blüten blieben dabei weiß. Dies führte zu wirklich schönen und einzigartigen Mustern.
Es gab auch die Möglichkeit bereits gekochte oder ausgeblasene Eier mit Wachs zu gestalten und dann im kalten Färbebad zu färben. Dafür hatten wir neben Kurkuma auch Brennesselsud zur Verfügung. Letzteres führte zu einem zarten Grünton.
In gemütlicher Atmosphäre entstanden viele kunstvolle Eier. Es war für alle eine schöne Gelegenheit, sich gemeinsam auf das Osterfest einzustimmen.
Text: Gina Stelter / NABU
Fotos: Siglinde Müller / NABU
Am 14. März wurde im Stachelrodaer Tal ein gemeinsamer Arbeitseinsatz zur Pflege einer wertvollen Gentianella-Fläche durchgeführt. Insgesamt 12 Helferinnen und Helfer beteiligten sich an den Maßnahmen, um die Lebensbedingungen für den selten gewordenen Feldenzian gezielt zu verbessern.
Mit Unterstützung moderner Geräte konnte die Hangfläche intensiv bearbeitet werden. Ziel war es, die Fläche optimal auf die bevorstehende Beweidungssaison vorzubereiten und gleichzeitig die verbliebenen Bestände des Feldenzians zu sichern.
Ein besonderer Fokus lag auf dem Bereich, in dem zuletzt noch Exemplare des Feldenzians nachgewiesen wurden. Durch tiefes Mähen sowie das sorgfältige Entfernen von Moos und Streu konnte dieser Abschnitt in einen Zustand versetzt werden, der deutlich bessere Entwicklungsbedingungen bietet als in den vergangenen Jahren.
Der Einsatz hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel durch gemeinsames Engagement erreicht werden kann. Allen Beteiligten sei an dieser Stelle noch einmal herzlich für ihre tatkräftige Unterstützung und ihren Einsatz für den Naturschutz gedankt.
Hier findet sich auch ein Bericht zum Einsatz:
Fotos: Erik Welk / NABU
Am 24. Januar 2026 fand unser erster Arbeitseinsatz des Jahres an den Tonlöchern in Meuschau statt. Bei gutem, wenn auch winterlich kaltem Wetter trafen sich rund zwölf engagierte NABU-Mitglieder und Aktive, um gemeinsam einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz zu leisten. Die niedrigen Temperaturen hatten einen entscheidenden Vorteil: Die Tonlöcher waren zugefroren, sodass wir die Teiche sicher betreten und das Schilf effektiv entfernen konnten.
Ziel des Einsatzes war es, die Teiche und Böschungen von starkem Schilfbewuchs zu befreien und die offenen Wasserflächen wiederherzustellen. Diese sind lebenswichtig für die stark bedrohte Rotbauchunke, die auf sonnige, vegetationsarme Gewässer angewiesen ist. Durch die Pflegemaßnahmen konnten wir die Qualität des Lebensraums deutlich verbessern und einer weiteren Verlandung entgegenwirken.
Mit viel Einsatzfreude, Teamarbeit und guter Stimmung wurde geharkt, geschnitten und geräumt. Trotz der Kälte war die Motivation groß, und der gemeinsame Einsatz hat gezeigt, wie wichtig und wirkungsvoll ehrenamtliches Engagement für den Erhalt unserer heimischen Arten ist.
Ein herzlicher Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die diesen erfolgreichen Arbeitseinsatz möglich gemacht haben!
Text: Annett Kußmann / NABU
Fotos: Siglinde Müller / NABU